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Streitfall. Öffentliche Tagesordnung und Storchenhompage. ( 26. Januar 2010) Kommentar der Schwäbischen Zeitung (Michael Kaiser): Bürgermeister Roland Weinschenk führt schweres Geschütz gegenStadtrat Hans Daiber ins Feld. Ein Fall von Zensur ist es freilich nicht.
KOPF HOCH HANS DAIBER
Der Vorwurf von Stadtrat Daiber an die Adresse der Rathausspitze ist starker Tobak. Zensur? Eine Zensur hat nicht stattgefunden, kann auch gar nicht stattfinden.Die Storchenseite ist Daibers Seite und damit seine Privatsache. Jetzt rächt sich,dass die Stadt die Sache hat laufen lassen und nie einen Zuschuss zur puplikumswirksamen Präsenz der Waldseer Störche im Internet gegeben hat. Deshalb hat sie auch keinen Einfluss auf die manchmal eigenwillige Darstellung, die der Storchenvater ins Netz stellt. Die Nutzer stört das wenig .Es gab Zeiten,da hatte Daibers Seite mehr Zugriffe als die Website der Stadt. Stellt sich die (Geschmacks-)Frage, weshalb Gemeindepolitik auf der Storchenseite stattfindet. Doch das ist ein Grundproblem im Internet,wo jeder sagen und schreiben kann, was und wie es ihm beliebt. So wirkt auch Daibers Mix aus Tierischem, Privatem und Kommunalem wenig professionell. Doch Intimes hat der Stadtrat nicht verraten .Schlimmstenfalls bleibt ein formaler Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht der Gemeindeordnung. Dass Weinschenk trotzdem intervenieren und Daiber unter Druck setzen musste, gerät dem Bürgermeister nicht zur Ehre. Nicht zum ersten Mal wünschte man sich einen offeneren und vor allem souveränen Umgang mit Öffentlichkeit, als er auf dem Waldseer Rathaus gepflegt wird. Verwerfliches lässt sich im Vorgehen des querdenkenden Storchenvaters nicht erkennen.
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